Budget für das Jahr 2025 verabschiedet: Solide Finanzen ermöglichen auch in wirtschaftlich stürmischen Zeiten wichtige Investitionen

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In wirtschaftlich sehr schwierigen und herausfordernden Zeiten konnte für die Marktgemeinde Hörsching ein ausgeglichenes Budget für das Haushaltsjahr 2025 erstellt werden. In einer Zeit, in der viele Kommunen angesichts herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit defizitären Haushalten kämpfen und der Härteausgleich droht, zeigt sich die Marktgemeinde Hörsching krisenresilient und legt so die Weichen für eine stabile Zukunft. Der Gemeinderat konnte den Voranschlag für das Jahr 2025 demnach am 16. Dezember 2025 einstimmig verabschieden.  Mit dem ambitionierten Voranschlag 2025 beweist Hörsching nicht nur finanzielle Disziplin, sondern schafft auch in wirtschaftlich stürmischen Zeiten Raum für bedeutende Investitionen in die Zukunft. 

Die Ausgangslage für die Erstellung des diesjährigen Unternehmensbudgets war in Zeiten einer andauernden Rezession besonders herausfordernd und von zahlreichen Unsicherheiten geprägt. Wie in den restlichen Gemeinden in Österreich ist auch der Voranschlag der Marktgemeinde Hörsching von stagnierenden Einzahlungen und stark steigenden Pflichtauszahlungen geprägt. Bereits in den vergangenen Jahren wurden in der Marktgemeinde Hörsching Entscheidungen auf sämtlichen Ebenen jedoch stets unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Sparsamkeit geprüft und getroffen. Auch deshalb konnte nun, trotz der aktuell sehr herausfordernden finanziellen Rahmenbedingungen, für die Marktgemeinde Hörsching ein schlagkräftiger und stabiler Haushaltsetat erarbeitet und beschlossen werden. 

Finanzielle Situation der Gemeinden ist prekär 

In wirtschaftlich sehr angespannten Zeiten ist der Haushaltsausgleich aus eigener Kraft für viele Gemeinden keine Selbstverständlichkeit. Prognosen mehrerer Fachinstitute sehen für viele Gemeinden im Hinblick auf die Finanzen eine düstere Zukunft. Demnach könnten bereits im kommenden Jahr die Hälfte aller österreichischen Gemeinden ihren Haushalt nicht mehr ausgleichen. Ursache ist, dass die Dynamik der laufenden Aufwendungen jene der Einnahmen deutlich übertrifft. Zu nennen sind insbesondere die in den vergangenen beiden Jahren nicht zu beeinflussenden und inflationsbedingten Anstiege bei Personal- und Sachkosten. Ebenso steigen die Ko-Finanzierungsleistungen (Transferzahlungen) der Gemeinden in den Bereichen Gesundheit und Soziales exorbitant. In Summe führt dies dazu, dass viele Gemeinden ihren Haushalt nicht mehr aus eigener Kraft ausgleichen können. In Oberösterreich droht damit im kommenden Jahr 2025 vielen Gemeinden der Härteausgleich. Diese Gemeinden sind in der Regel sogar zur Bewältigung der Pflichtausgaben zur Fortführung des laufenden Betriebes auf externe Hilfe angewiesen. Auch der finanzielle Handlungsfreiraum (freie Finanzspitze) der Gemeinden, die den Haushalt noch aus eigener Kraft ausgleichen können, ist rückläufig. Damit rücken wichtige Investitionen, Sanierungs- und Infrastrukturprojekte vermehrt auf die sogenannte Wartebank.

Auswirkungen auf den Voranschlag der Marktgemeinde Hörsching 

Auch vor der Marktgemeinde Hörsching machen die aktuellen Entwicklungen nicht halt. Die aktuell sehr schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen wirken sich auch auf den gemeindeeigenen Voranschlag aus.  Laut Studienergebnissen des Zentrums für Verwaltungsforschung (KDZ) haben Kommunen in Oberösterreich die höchsten Transferzahlungen an das Land zu leisten und weisen österreichweit den zweithöchsten negativen Transfersaldo auf. Die Transferzahlungen steigen auch im kommenden Jahr konstant. Der Krankenanstaltenbeitrag, die SHV-Umlage und die Landesumlage betragen im Jahr 2025 gesamt € 7,74 Mio. An Ertragsanteilen vereinnahmt die Marktgemeinde Hörsching im kommenden Jahr im Gegenzug € 6,93 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr verringert sich damit der Anteil der Marktgemeinde Hörsching an den gemeinsamen Steuereinnahmen des Bundes, der Länder und der Gemeinden. Hörsching ist als eine von wenigen Gemeinden als „Nettozahlerin“ zu bezeichnen. Demnach hat die Marktgemeinde Hörsching höhere Transferzahlungen an Träger öffentlichen Rechtes zu leisten, als durch Ertragsanteile vereinnahmt werden kann. Das Delta zwischen den Einzahlungen aus den Ertragsanteilen und den Transferauszahlungen an Träger des öffentlichen Rechtes wird damit immer beträchtlicher und reduziert den finanziellen Handlungsfreiraum.

 

Abbildung: Ertragsanteile vs. Transfers

 

Die Marktgemeinde Hörsching ist stets um eine möglichst effektive und effiziente Verwaltung bemüht. Dies zeigt auch der Vergleich des Personaleinsatzes im Bereich der Verwaltung mit durchschnittlichen Gemeinden. Demnach liegt der Personaleinsatz je 1.000 Einwohner in der Verwaltung der Marktgemeinde Hörsching deutlich unter dem durchschnittlichen Personaleinsatz im Gemeindeverwaltungsbereich in Oberösterreich. Durch die in den vergangenen beiden Jahren sehr hohen Lohnabschlüsse und die vom Land Oberösterreich beschlossenen Sonderregelungen für Beschäftigte im handwerklichen und pädagogischen Dienst stiegen die Auszahlungen aus Personalaufwand in den Jahren 2023 und 2024 exorbitant.  Auch im Jahr 2025 steigt der Personalaufwand um insgesamt € 386.200,00. Der gesamte Personalaufwand beläuft sich im Jahr 2025 auf € 5,4 Mio. 

Wie alle weiteren Unternehmen und auch Privathaushalte ist die Marktgemeinde Hörsching zudem von steigenden Energiekosten, Aufwendungen für Sachausgaben und einer höheren Zinsbelastung betroffen. 

Die Marktgemeinde Hörsching versucht alle diese Auswirkungen, vor allem durch wirtschaftliches Handeln, bestmöglich abzufedern. Im Voranschlag 2025 ist als Ergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit ein Saldo in der Höhe von € 1,45 Mio. prognostiziert. Damit verringert sich der finanzielle Handlungsfreiraum der Marktgemeinde Hörsching zwar beträchtlich, noch immer können aus der laufenden Geschäftstätigkeit jedoch Mittel in der Höhe von beinahe € 1,5 Mio. zur Verwendung für Investitionen und investive Einzelvorhaben erwirtschaftet werden. 

Schwerpunkte im Investitionsprogramm 

Der Voranschlag 2025 schafft somit auch in wirtschaftlich stürmischen Zeiten Raum für bedeutende Investitionen in die Zukunft. Der Fokus der investiven Gebarung liegt im Jahr 2025 auf drei zentralen Projekten, die wesentliche Entwicklungen im Bereich der elementaren Kinderbildung und -betreuung, der Schulbildung, und im Bereich der Infrastruktur ermöglichen.  

Sanierung und Erweiterung des Schulzentrums

Bei der Sanierung und Erweiterung des Schulzentrums handelt es sich um ein echtes Großprojekt mit einem Finanzierungsvolumen von € 17,8 Mio. Die Umsetzung des Gesamtprojektes erfolgt in drei Bauabschnitten und ist für den Zeitraum Jänner 2025 bis August 2027 geplant. Das ehemalige Gemeindeamt in der Neubauer Straße 26 wird dabei für schulische Zwecke adaptiert und mit der bestehenden Volksschule verbunden. In den Räumlichkeiten des ehemaligen Gemeindeamtes werden neben Schulklassen und individuellen Lehrräumen auch Räumlichkeiten für eine Nachmittagsbetreuung von Kindern errichtet. Weiters wird das bestehende Volksschulgebäude saniert und geringfügig adaptiert. Im finalen Bauabschnitt werden die bestehenden Räumlichkeiten in der Mittelschule generalsaniert und für eine moderne Pädagogik entsprechend erweitert. Im Voranschlag 2025 sind für den ersten Bauabschnitt insgesamt € 5,59 Mio. vorgesehen. 

Errichtung einer neuen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung

Angesichts der steigenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen entsteht eine neue Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung. Die neue Einrichtung wird auf der Freifläche südlich der Mittelschule, westlich der Wohnanlage „Lehargasse“, bzw. nördlich der Wohnanlage „ELAG“ (Anton-Bruckner-Straße) errichtet. Der Baustart soll im Sommer 2025 erfolgen. Insgesamt wird die Marktgemeinde Hörsching etwa € 4,5 Mio. für dieses zukunftsweisende Projekt investieren. Im Voranschlag 2025 sind für den ersten Bauabschnitt € 2,15 Mio. berücksichtigt. 

·Finalisierung des neuen Ortszentrums

Im kommenden Jahr 2025 soll die Finalisierung des neuen Ortszentrums (mit Ausnahme der Sanierung des „Mesnerhauses“) abgeschlossen werden. Insgesamt sind im Budget 2025 Mittel in der Höhe von € 1,5 Mio. veranschlagt. 

Hörsching ist also weiterhin in Bewegung. Noch nie wurden gleichzeitig so viele bedeutsame Infrastrukturprojekte geplant und umgesetzt. Neben den oben angeführten Großprojekten erfolgen zudem noch erhebliche Investitionen in die öffentliche Sicherheit und die Tiefbauinfrastruktur. Für den Erwerb eines neuen Tanklöschfahrzeuges für die FF-Hörsching sind € 445.600,00 veranschlagt, für die Errichtung bzw. Sanierung von Straßen, Geh- und Radwegen sind insgesamt € 953.000,00 vorgesehen. 

Herausforderungen und Chancen 

Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen auch für die Marktgemeinde Hörsching besondere Herausforderungen dar. Jede Herausforderung bietet jedoch auch Chancen. Durch eine disziplinierte und eine vorausschauende Haushaltsführung können in Hörsching auch in schwierigen Zeiten mittelfristig ambitionierte Großprojekte umgesetzt werden. Ebenso kann die Marktgemeinde Hörsching auch im Jahr 2025 ihr breites Angebot an freiwilligen sozialen und gesellschaftlichen Angeboten, sowie die breite Unterstützung für Hörschinger Vereine und Institutionen festigen. Trotz der schweren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind in diesen Bereichen keine Kürzungen erforderlich.  Die Familienwelt Pinu’u, die Ferienpassaktion, die gemeindeeigene Musikschule, die VHS, das Jugendzentrum, die jährliche Schulheftaktion, der Seniorenurlaub und der Seniorentag, Essen auf Rädern, Jugendtaxi und Ast, ein breites Kultur- und Veranstaltungsprogramm, sowie zahlreiche Förderungs- und Unterstützungsangebote für private Haushalte stellen nur einen Auszug der freiwilligen Leistungen und des breiten Angebotes für Jugendliche, Familien, und Senioren in Hörsching dar. Auch die Vereine und die freiwilligen Feuerwehren liegen der Marktgemeinde Hörsching besonders am Herzen. Gesamt investiert Hörsching im kommenden Jahr 2025 erneut etwa € 1,0 Mio. in diese freiwilligen Leistungen, Unterstützungen und Angebote.  

1A+ für Kinderbildung- und -betreuung in Hörsching 

Ein qualitativ hochwertiges und stets bedarfsgerechtes Angebot im Bereich der Kinderbildung- und -betreuung genießt in der Marktgemeinde Hörsching einen sehr hohen Stellenwert. Bereits zum vierten Mal in Folge wurde die Kinderbildung- und -betreuung in Hörsching im aktuellen Jahr 2024 mit der Bestnote 1A+ ausgezeichnet. In den laufenden Betrieb unserer Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen fließen im Jahr 2025 € 4,8 Mio. Der laufende Betrieb unserer Käthe Recheis Schulen ist mit € 1,0 Mio. berücksichtigt. 

Ziel- und zukunftsorientierte, bzw. strategische Ausrichtung der Markgemeinde Hörsching

Eine innovative Gemeinde zeichnet sich durch eine zukunftsorientierte und strategische Ausrichtung aus, die darauf abzielt, die Lebensqualität der Bürger:innen laufend zu verbessern, die Attraktivität des Standorts zu erhöhen und die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Das Ziel ist es, eine Gemeinde zu sein, die auch den ständig wachsenden zukünftigen Anforderungen gewachsen ist.

Hörsching ist transparent 

Transparenz spielt für die Marktgemeinde Hörsching eine sehr wichtige Rolle. Die Marktgemeinde Hörsching veröffentlicht ihre Finanzdaten daher auf diversen transparenten Datenbanken. Eine dieser Datenbanken ist offenerhaushalt.at. Unter folgendem Link finden Sie Finanzdaten zur Marktgemeinde Hörsching: www.offenerhaushalt.at/gemeinde/hoersching