Budget für das Jahr 2026 beschlossen

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Der Gemeinderat der Marktgemeinde Hörsching hat am 15. Dezember 2025 den Voranschlag für 2026 einstimmig beschlossen und damit ein klares Signal gesetzt: in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten bleibt die Gemeinde handlungsfähig und schafft gleichermaßen Raum für bedeutende Investitionen in die Zukunft. Steigende Pflichtausgaben, Transferleistungen und Umlagen sowie ein insgesamt unsicheres konjunkturelles Umfeld erhöhen den Druck auf kommunale Budgets. In einer Zeit, in der viele Kommunen angesichts dessen mit defizitären Haushalten kämpfen und der Härteausgleich omnipräsent ist, zeigt sich die Marktgemeinde Hörsching weiter krisenresilient und legt so die Weichen für eine stabile Zukunft. 

Im Mittelpunkt der Haushaltsführung stehen auch im Jahr 2026 die Grundsätze der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit gepaart mit einer sorgfältigen Prioritätensetzung. Hörsching setzt auf eine realistische Einnahmenplanung, kontrollierte Ausgaben und eine konsequente Budgetdisziplin. Durch die Überprüfung von Projekten und die Nutzung von Synergien konnte ein schlagkräftiger Haushaltsetat auf die Beine gestellt werden, der die laufenden Aufgaben zuverlässig abdeckt. Im Jahr 2026 wird Hörsching damit abermals der Haushaltsausgleich gelingen - darüber hinaus können mit dem Voranschlag 2026 weiterhin unverändert zahlreiche freiwillige soziale Angebote und Leistungen für Jugendliche, Familien, Senioren und Vereine gesichert werden. 

Steigende Pflichtausgaben treffen auf stagnierende Einnahmen

Auf der Ausgabenseite belasten vor allem anhaltend hohe Preisniveaus und laufende Personalaufwendungen den Haushalt. Auch Umlagen und Transferzahlungen, dabei vor allem an das Land Oberösterreich, engen den finanziellen Spielraum zunehmend ein.

Die Ertragsanteile sind ein wichtiger Bestandteil der Gemeindefinanzen in Österreich. Es handelt sich dabei um die gemeinsamen Steuern von Bund, Ländern und Gemeinden. Diese werden zuerst vom Bund vereinnahmt und werden nach einem Verteilungsschlüssel zwischen Bund, Länder und Gemeinden aufgeteilt. Mit einem Anstieg um etwa 2 % seit dem Jahr 2024 stagniert die Entwicklung der Ertragsanteile als wichtige Einnahmequelle für den Gemeindehaushalt. 

Bei den Umlagen und Transferzahlungen, vor allem an das Land Oberösterreich, ergibt sich eine gegenseitige Dynamik. Diese sind im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 9,5 % angestiegen. 

Die Marktgemeinde Hörsching zählt betreffend den Finanzausgleich auch im Jahr 2026 zu den wenigen Nettozahlern unter den oberösterreichischen Gemeinden. Das bedeutet sie erhält weniger Abgabenertragsanteile (Rückflüsse aus gemeinschaftlichen Bundesabgaben), als sie im selben Zeitraum an Transferzahlungen an andere Gebietskörperschaften leistet. Allein die SHV-Umlage, der Krankenanstaltenbeitrag und die Landesumlage belasten die Marktgemeinde Hörsching im Jahr 2026 voraussichtlich mit € 8,2 Mio. Hörsching finanziert demnach mit einem nicht unerheblichen Beitrag Angebote und Leistungen anderer Gebietskörperschaften (zum Beispiel: Land Oberösterreich), auf welche seitens der Gemeinde jedoch weder strategisch noch operativ Einfluss genommen werden kann. 

Ein zentraler Indikator für diese Entwicklung ist der pro Kopf Finanzierungssaldo. Er zeigt, wie stark Hörsching je Einwohnerin bzw. Einwohner netto belastet wird. In den Jahren 2023 bis 2026 ergibt sich folgendes Bild:

Finanzierungssaldo pro Kopf Abbildung

In der Tendenz bedeutet das eine zunehmende Netto-Belastung für die Gemeinde, weil die Transferzahlungen schneller wachsen bzw. stärker ins Gewicht fallen als die Rückflüsse über die Abgabenertragsanteile.

Auch für Hörsching hat diese Entwicklung konkrete Auswirkungen. Je höher der negative Saldo, desto weniger finanzieller Spielraum bleibt für eigene kommunale Schwerpunkte – etwa für Investitionen in Infrastruktur, Kinderbetreuung, Schulen, Verkehr oder Klimaschutzmaßnahmen. Der Finanzierungssaldo ist damit nicht nur eine Kennzahl, sondern ein Hinweis darauf, wie stark die Gemeinde in der Praxis durch übergeordnete Finanzströme gebunden ist.

Hörsching sichert zentrale Angebote und Leistungen und tätigt wichtige Investitionen

Mit dem Voranschlag 2026 sichert Hörsching unverändert zahlreiche freiwillige soziale Angebote und Leistungen für Jugendliche, Familien, Senioren und Vereine. Etwa € 1,5 Mio. konnten dafür im Voranschlag 2026 berücksichtigt werden. Für die Vereine und Feuerwehren kann Hörsching auch im Jahr 2026 einen unglaublichen Betrag von € 0,3 Mio. aufbringen. Darüber hinaus stehen mehr als € 1,0 Mio. für wichtige Angebote wie beispielsweise die Familienwelt Pinu’u, die neue FLEXI-Nachmittagsbetreuung, das Jugendzentrum, Kultur, Seniorenangebote, Ferienpassaktionen, Förderwesen, etc. zur Verfügung. Ebenso bleibt im Voranaschlag 2026 der Fokus auf einer besonders hohen Qualität im Bereich der gemeindeeigenen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen. Für den laufenden Betrieb unserer Einrichtungen können im Jahr 2026 € 4,2 Mio. aufgebracht werden.

Darüber hinaus schafft Hörsching auch Raum für wichtige Investitionen. Im Voranschlag sind insgesamt € 9,9 Mio. für folgende investive Einzelvorhaben vorgesehen:

  • Fortführung Erweiterung und Sanierung des Schulzentrums: € 6,4 Mio.
  • Errichtung einer neuen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtung (1. Etappe): € 2,1 Mio. 
  • Sanierung Clubheim ASKÖ Tennis (1. Etappe): € 0,2 Mio.
  • Straßenbau inkl. Beleuchtung: € 1,1 Mio.
  • Kanal- und Wasserleitungsbau bzw. -sanierung: € 0,2 Mio.

Auch bei den investiven Einzelvorhaben liegt der Fokus damit weiterhin stark im Bereich Bildung. Im Straßenbauprogramm sind 2026 u.a. folgende Vorhaben vorgesehen:

  • Fahrbahnteiler samt Querungshilfe in Breitbrunn
  • Geh- und Radweg Breitbrunn-Niederfeld
  • Geh- und Radweg B133 (1. Bauabschnitt)
  • Verbindungsweg Neubau-Frindorf (für Fußgänger und Radfahrer)
  • Instandsetzungen am Traunauenradweg
  • sowie Arbeiten im Bereich des Möslgutweges und der Schmiedgasse.

Ziel- und zukunftsorientierte, bzw. strategische Ausrichtung der Markgemeinde Hörsching

Hörsching ist eine resiliente Gemeinde und zeichnet sich durch eine zukunftsorientierte und strategische Ausrichtung aus. Der Voranschlag 2026 zeigt, dass Hörsching auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein solides und zukunftsfittes Budget auf die Beine stellen kann. Die Gemeinde setzt auf Stabilität, Transparenz und vorausschauendes Haushalten – als Basis dafür, auch die kommenden Jahre verlässlich gestalten zu können.

Hörsching ist transparent

Transparenz spielt für die Marktgemeinde Hörsching eine sehr wichtige Rolle. Die Marktgemeinde Hörsching veröffentlicht ihre Finanzdaten daher auf diversen transparenten Datenbanken. Eine dieser Datenbanken ist offenerhaushalt.at.

Unter folgendem Link finden Sie Finanzdaten zur Marktgemeinde Hörsching: www.offenerhaushalt.at/gemeinde/hoersching